Hören mit Röhren (1)

Wie und warum funktioniert eine Elektronenröhre – dieses Grundlagenwissen wollen die „alten Hasen“ der Radioklinik an die jungen Mitglieder weitergeben.
In seiner Einführung erläuterte Gerold Welzel zunächst die Grundfunktion einer Röhre für die Verstärkung. Das Prinzip beruht darauf, dass Elektronen „wandern“.
Röhren werden dabei „geheizt“ und die Elektronen entfernen sich mit zunehmender Temperatur ein wenig vom Heizfaden und bilden um ihn herum gewissermaßen eine Wolke.

Diese den Heizfaden umgebenden Elektronenwolke hat das Bestreben, zur Anode zu gelangen.
Der Grund: Das physikalische Prinzip wonach sich entgegengesetzte Ladungen anziehen.
Da es innerhalb des Vakuums im Röhrenkolbens für Elektronen kein wesentliches Hindernis gibt, gelangen sie daher vom Heizfaden oder der „Kathode“ zur positiv geladenen „Anode“.
Strom fließt allerdings nur, solange der Heizfaden glüht. Die so beschriebene Röhre heißt Diode, denn sie verfügt nur über zwei Elektroden.

Derartige Elektronenröhren verfügen mithin nur über die Eigenschaft, Strom in eine Richtung durchzulassen.
Beim Umpolen würde schließlich die Anode keine Elektronen freisetzen.
Diese Eigenschaft macht man sich bei Wechselstrom nutzbar.
Da immer nur ein Strom fließt, wenn sich der Pluspol an der Anode befindet, kommen lediglich die positiven Halbwellen der Wechselspannung zur Auswirkung.
Man hat also eine Art Ventil geschaffen, das den Strom nur in eine Richtung fließen lässt.

Wird fortgesetzt.

HörenMitRöhren1
Ganz ohne Theorie geht es nicht: Und die Funktionsweise von Elektronenröhren ist für die Abteilung Radioklinik von elementarer Bedeutung.

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